Projekt Sammlung (6) | Olafur Eliasson - The moving museum
Die mehrjährige Kooperation mit dem dänisch-isländischen Künstler Olafur Eliasson im Rahmen von Projekt Sammlung wird mit dieser Ausstellung abgeschlossen. Projekt Sammlung ist ein alternatives Sammlungsmodell für künstlerische Langzeitkooperationen. Eliasson hat auf die architektonischen, sozialen, kulturellen und personellen Bedingungen und Möglichkeiten des Ortes reagiert. Sein Sammlungsprojekt wurde zum künstlerischen Prozess, bei dem sich Betrachter, Werk und Museum hinsichtlich der Konstituierung von Wirklichkeit neu vermitteln.
Während der Künstler 2005 mit einer rund 300 m langen Holzrinne einen Teil des nahen Burgbachs durch das Kunsthaus umleitete und 2007 im ganzen Gebäude Lava auslegte, baut er nun das Innere mit eingezogenen Holzwänden in einen Parcours um. Auf neue Weise bewegt man sich bewusst durch das veränderte Haus und trifft dabei unerwartet auf Videoprojektionen, Lichtinstallationen oder Nebelräume; auch fotografische Langzeitstudien über die Sonnenbewegung sind zu sehen, die in Kooperation mit dem Museumsteam in der Region Zug entstanden.
Die Ausstellung mit dem Titel The moving museum ist der Frage nach dem Museum heute gewidmet. Der Abschluss der Zusammenarbeit mit Eliasson kann zum Neubeginn werden, denn es ist beabsichtigt, ein neues Kunsthaus Zug unter Mitwirkung mehrerer Künstler zu realisieren.
Eine umfassende Publikation über Eliassons gesamtes Projekt Sammlung wird zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen.
Projekt Sammlung (5) | Olafur Eliasson – Lava floor
Der international erfolgreiche dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson kooperiert seit 2003 mit dem Kunsthaus Zug im Rahmen von ‹Projekt Sammlung›. Nachdem er 2004 einen Überblick über seine verschiedenen Arbeitsgebiete vermittelte und seinen Modellraum präsentierte – gleichsam ein ausgelagertes Labor – leitete er 2005/06 den nahen Burgbach mittels einer 300 Meter langen Holzrinne durch das Kunsthaus um.
Nach der grossen Aussenarbeit mit Wasser folgt nun eine spektakuläre Innenarbeit mit einem anderen Naturelement, isländischer Lava. Rund sechzig Tonnen Material sind im ganzen Kunsthaus ausgelegt. Eliasson inszeniert so etwas wie Landschaft im Museum und thematisiert das Verhältnis von Natur und Kultur. Die eigene Bewegung, der Raum und seine Akustik werden auf neue Weise erfahrbar und bewusst. Veränderte Umgebung und veränderte Wahrnehmung interferieren. Die Lava wirkt ästhetisch und bedrohlich.
Die prozesshafte Kooperation mit dem Künstler im Rahmen von ‹Projekt Sammlung› versucht das Modell eines verzeitlichten Museums zu formulieren. Für Eliasson sollte eine Museumssammlung keine blosse Summe von Objekten sein, sondern ‹ein Forum, eine Plattform für das Gespräch›.
Projekt Sammlung (3) | Olafur Eliasson – The Body as Brain
Projekt Sammlung (4) | The Water Tower Concert
Die im November 2005 realisierte, grosse Wasserinstallation von Olafur Eliasson für das Kunsthaus Zug blieb in modifizierter Form bis zum 29. Oktober 2006 bestehen. Die 200m lange hölzerne Rinne bringt Wasser des nahen Burgbaches durch den Daheimpark und den Kunsthaus Garten und von dort weiter zurück in den Bach. Die Rinne wurde aussen massgeblich ergänzt. Sie führte nun zum benachbarten Museum Burg und von dort durch Baumkronen dem Burgbachplatz entlang, wo ein 5m hoher Turm (The Water Tower Concert) das Wasser schliesslich spiralförmig über 12 Wippen in den Bach zurückleitete. Er wurde vom Künstler in enger Kooperation mit Schweizer Partnern entwickelt und realisiert.
Die Installation von Eliasson thematisiert Zeit über das Element Wasser, verändert sich im Wechsel der Jahreszeiten und transformiert sich selbst, in Reaktion auf die sich ändernden Erfordernisse des Museums.
Nach Abschluss eines einjährigen Zyklus wurde die Intervention Ende Oktober 2006 abgebaut.
Die Kooperation mit Olafur Eliasson im Rahmen von "Projekt Sammlung" wird im Jahr 2007 fortgesetzt.
Projekt Sammlung (1 & 2) | Olafur
Eliasson
– ‹The
Body
as
Brain›
Olafur
Eliasson
(geb.
1967)
begann
sein
Sammlungsprojekt
mit
einer
Künstlerzeitung,
die
2003
an
unsere
Mitglieder
und
an
Medien
verschickt
wurde.
Im
Frühjahr
2004
wurde
damit
eine
Wandinstallation
im
Cafeteria-Raum
realisiert,
die
vorerst
bestehen
bleibt.
Im
Sommer
2004
erfolgte
als
nächster
Schritt
die
erste
grosse
Ausstellung
des
international
bekannten,
dänisch-isländischen
Künstlers
in
Zug.
Eliasson
zeigte
Installationen,
eine
neue
Lichtarbeit,
grafische
Serien
über
Island
sowie
den
spektakulären
Modellraum
mit
über
200
faszinierenden
Studienobjekten.
Eine
Installation
mit
unzähligen
weissen
Legosteinen
bot
den
Besuchern
die
Möglichkeit,
eigene
Ideen
umzusetzen.
Es
wurde
intensiv
gespielt
und
‹gearbeitet›. Sein
Projekt
mit
dem
Titel
‹The
Body
as
Brain›
macht
das
Museum
zum
Labor
für
die
Erforschung
der
eigenen
Wahrnehmung.
Es
wird
in
den
nächsten
Jahren
fortgesetzt.