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PÉTER NÁDAS
IN DER DUNKELKAMMER DES SCHREIBENS
Übergänge zwischen Text, Bild und Denken
1. September bis 25. November 2012

Das Kunsthaus Zug widmet dem bedeutenden ungarischen Schriftsteller und Fotografen Péter Nádas (geb. 1942) eine umfassende und von ihm selbst konzipierte Ausstellung. Darin wird Nádas’ weitest gehend noch unbekanntes fotografisches Werk vorgestellt sowie das Verhältnis von Wort und Bild in seinem literarischen und bildnerischen Werk erstmals überhaupt thematisiert. Auslöser für das Projekt war das 2009 von der Dialog-Werkstatt Zug an Christina Viragh vergebene Stipendium für die Übersetzung von Nádas’ Roman „Parallelgeschichten“, der im Februar 2012 im Rowohlt Verlag erschienen ist und für welchen der Autor und die Übersetzerin mit dem renommierten Preis „Brücke Berlin“ ausgezeichnet wurden.

In der Ausstellung werden rund 150 Fotografien seit den 1950er Jahren neben Filmen, Manuskripten, Büchern, Archivalien und Tonbeispielen zu sehen sein. Während die subtilen Schwarzweiss-Aufnahmen bis in die 1980er Jahre auch dokumentarische Einblicke in das urbane und ländliche Leben in Ungarn gewähren, ist der Blick des Fotografen im Laufe der Jahre zunehmend auf die unspektakulären Dinge der Natur und des Alltags gerichtet. In ihnen findet und formt Nádas mit Licht und Schatten bis heute ebenso einfache wie hoch präzise und emotional dichte Sinnbilder für unsere Existenz. Nebst den eigenen Arbeiten, stellt Nádas mit rund 200 Werken von über 60 ungarischen Kunstschaffenden, Fotografinnen und Fotografen auch seinen kunst- und kulturgeschichtlichen Kontext erstmals in der Schweiz vor. Mit dabei sind international bekannte Fotografen wie Robert Capa, László Moholy-Nagy und André Kertész oder Maler wie Ákos Birkás, József Egry, László Fehér, László Lakner, István Nádler oder Lajos Vajda sowie unbekanntere Fotografen und Fotografinnen und Künstler von der ungarischen Moderne bis zur Gegenwart. Nádas agiert damit als wertvoller Kunst-, Kultur, und Geschichtsvermittler.
Zu den Leihgebern gehören neben Galerien das Szépművészeti Múzeum, das Museum Ludwig und die Kieselbach-Sammlung in Budapest sowie das Magyar Fotográfiai Múzeum in Kecskemét.

Zur Ausstellung erscheint im Verlag NIMBUS. Kunst und Bücher ein umfangreich bebildeter Katalog mit Texten von Zsófia Bán, Matthias Haldemann, Csilla Markója, Péter Nádas und Joachim Satorius zu den Bezüge des Künstlers und Autors zur ungarischen Malerei und Fotografie sowie dem Verhältnis von Wort und Bild bei Nádas.

Die Ausstellung wird von einem Veranstaltungsteil mit Péter Nádas in Kooperation mit der Dialog-Werkstatt Zug begleitet.

 


Kuratoren: Péter Nádas und Matthias Haldemann

 

 
 
   Ausstellungseröffnung
    Freitag, 31. August, 18.00 Uhr im Burgbach-Saal, Dorfstrasse 12, Zug
 

Dr. Matthias Haldemann, Direktor Kunsthaus Zug
Dr. Jürg Scheuzger, Präsident Dialog-Werkstatt Zug
Dr. Michael Naumann, ehemaliger Kulturstaatsminister
der Bundesrepublik Deutschland

Ab 18.45 Uhr Ausstellungsbesichtigung

   
   
   Veranstaltungen
   Dienstag, 4. September, 12.00 – 12.30 Uhr
 

Kunst über Mittag mit Péter Nádas, begleitet von Matthias Haldemann

   
   Dienstag, 11. September, 12.00 – 12.30 Uhr
 

Kunst über Mittag mit Péter Nádas, begleitet von Matthias Haldemann

   
   Donnerstag, 20. September, 20.00 Uhr im Theater Casino Zug, Kleiner Saal
 

(Das Kunsthaus Zug ist durchgehend geöffnet.)
Péter Nádas als Autor, Dialog-Werkstatt Zug
Das literarische Werk von Péter Nádas umfasst Romane, Theaterstücke, Essays und Werke, deren Form nur ihm gehört; der ‹Sound› seines Schreibens, der einen sofort packt, ist sein Geheimnis. Diesem Geheimnis versucht Hans-Ulrich Probst, Literaturredaktor bei DRS 2, im Gespräch mit dem Autor auf die Spur zu kommen. Péter Nádas ist stets ein wunderbarer Gesprächspartner, zu erwarten ist ein intensiver literarischer Austausch.

   
   Sonntag, 23. September, 18.00 Uhr
 

(Die Ausstellung ist durchgehend geöffnet.)
Péter Nádas und seine Übersetzer, Dialog-Werkstatt Zug

Der Autor im Gespräch mit Imre Goldstein (Englisch), Marc Martin (Französisch) und Ervin Rosenberg (Schwedisch); Moderation: Ilma Rakusa. Eine Veranstaltung auf Deutsch, Englisch und Französisch.
In einem Übersetzer-Kolloquium sprechen drei erfolgreiche Übersetzer mit ihrem Autor darüber, wie sie sich an seinen Werken abarbeiten. Der Autor selbst ist von seinen Übersetzern begeistert und hat sie für das Gespräch vorgeschlagen. Es wird vom Publikum viel abverlangen, wird aber mit kulturellen Aussenansichten neue Aspekte von Nádas' Schreiben aufzeigen.

   
   Sonntag, 30. September, 10.30 – 12.00 Uhr
 

Führung mit Péter Nádas, begleitet von Sandra Winiger

   
   Freitag, 26. Oktober, 20.00 bis 24.00 Uhr
 Das Kunsthaus Zug ist ab 19.30 Uhr geöffnet.
 

Kristófs Nacht, Dialog-Werkstatt Zug
Lesung mit Robert Hunger-Bühler und Hans Schenker
Die Schauspieler lesen eine längere Passage aus Péter Nádasʼ Roman ‹Parallel­geschichten›. Stundenlang sich einhören können auf den Klang von Péter Nádasʼ Sprache (und von Christina Viraghs magistraler Übersetzung), in einer Lesung von zwei Schweizer Schauspielern: Eine Lesenacht im Kunsthaus Zug! Einmal nicht ‹Appetithäppchen› von einigen Minuten, sondern eine längere Passage des gewaltigen Romans, eine zentrale Stelle über Kristóf, ein Alter Ego des Autors, in seinem umfangreichsten Werk.

   
   Sonntag, 11. November, 10.30 – 12.00 Uhr
 

Führung mit Péter Nádas, begleitet von Matthias Haldemann

   
   Dienstag, 13. November, 12.00 – 12.30 Uhr
 

Kunst über Mittag mit Péter Nádas, begleitet von Matthias Haldemann

   
   Sonntag, 18. November, 13.00 – 15.00 Uhr
 

Veranstaltung für Familien. Mit Kindern Kunst entdecken. Kinder ab 5 Jahren.
Bitte anmelden.
Wir entdecken in der Ausstellung von Péter Nádas nicht nur seine Fotografien, sondern auch Werke von ungarischen Kunstschaffenden, Fotografinnen und Fotografen. Der Besuch im Kunsthaus regt an, Ausstellungen mit Kindern zu entdecken und den Museumsbesuch zu einem Familienerlebnis werden zu lassen.

   
   Montag, 19. November 20.00 Uhr im Kunsthaus Zug
 

(Das Kunsthaus Zug ist von 18.00 bis 20.00 Uhr geöffnet.)
Bilder bei Péter Nádas, Dialog-Werkstatt Zug und Kunsthaus Zug
Péter Nádas, Matthias Haldemann, Jürg Scheuzger
Bilder sind für Péter Nádas essentiell. Beim Fotografieren schafft er Bilder und in seinem literarischen Werk erschreibt er sich Bilder, in denen auf eine unverwechselbare Weise das Beschreiben, das Erzählen und das Interpretieren eins werden. Die Ausstellung mit Bildern zahlreicher Künstler, Fotografinnen und Fotografen gibt zudem Einblick in seine ‹Bilderschule›. Matthias Haldemann und Jürg Scheuzger möchten im Gespräch mit Nádas erfahren, welche Bedeutung Bilder für seine künstlerische Arbeit haben und wie ihr Verhältnis zum Wort sich darstellt.

   
   
  Publikationen
 

‹Péter Nádas. In der Dunkelkammer des Schreibens. Übergänge zwischen Text, Bild und Denken›,
Begleitbuch zur Ausstellung, hg. von Matthias Haldemann, Kunsthaus Zug. Mit Texten von Péter
Nádas, Zsófiá Ban, Csilla Markója, Joachim Sartorius und Matthias Haldemann, Verlag NIMBUS. Kunst und Bücher, Wädenswil 2012, 168 Seiten.
Zudem erscheinen bei NIMBUS von Péter Nádas zwei neue Fotografiebände und die Essaysammlung ‹Arbor mundi›.

   
   Kunsthaus-Bar
  Die Kunsthaus-Bar offeriert marktfrische Küche, hausgemachte Kuchen und feine Weine. Reservationen zum Mittagessen für mehrere Personen bitte zwei Tage im Voraus.
   
   Privatführungen
  Informationen Telefon 041 725 33 44
   
   Eintrittspreise
  CHF 12.– | 10.– reduziert
   
   Veranstaltungen für Schulen
  Kunstvermittlung, Telefon 041 725 33 40
   
   Die Ausstellung wird grosszügig unterstützt von:
 
 

LANDIS & GYR STIFTUNG / Siemens Building Technologies
Internationale Stiftung für Musik und Kunst, Vaduz
Glencore International AG, Baar
Dialog-Werkstatt Zug
Stanley Thomas Johnson Stiftung

   
   
 

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8. Dezember 2012 bis 10. März 2013
Alfred Kubin – Das letzte Abenteuer. Die Sammlung Leopold
Gustav Klimt. Werke der Stiftung Sammlung Kamm und des Leopold Museums, Wien

 
 
 
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